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Die Familie Schally

Das folgende Bild zeigt die Struktur der Familie Schally mit meiner Generation, der meiner Eltern und Großeltern.

Derzeit leben wir in Freising, wohin wir 2019 gezogen sind. In unserer Nähe lebte bis vor kurzem auch meine Schwiegermutter in einem Pflegeheim. Leider ist sie im Juli 2020 99-jährig verstorben.
In den Unterkapiteln will ich ein wenig über die oben aufgeführten Personen der Familie berichten. Ausführliche Beschreibungen sind – passwortgeschützt – in den weiteren Unterkapiteln enthalten.

Außer der Suche nach direkten Vorfahren habe ich auch einige Nachforschungen zum Namen Schally mit all seinen verschiedenen Schreibweisen durchgeführt.
Schally – Schalli – Schallie – Schallji- Shally – Shalley – Schaly – Saly – Sally -Chally – Challier – Schäli; doch auch Schal – Schala und Schaula sind anzutreffen.
Bisher konnte ich zwei Ursprungsgegenden identifizieren, in denen der Name Schally erstmals auftauchte. Eine in Westdeutschland (Saarland, Pfalz – damals noch bayerisch, Lothringen) und eine in Österreich ( Ober- und Niederöstereich, Burgenland). Aber auch in Kärnten und Nordböhmen taucht der Name im 17 Jahrhundert auf.
Die Verbindung zwischen den einzelnen Linien erscheint wahrscheinlich, obwohl ich sie bisher nicht bestätigen konnte.

Der Name Schally wurde das erste Mal erwähnt in der Topographie Windhagiana von 1656 in der die Geschichte der Glasherstellung insbesondere in der Gegend von Reichenau am Freiwald, in Niederöstereich. Hierin ist der Glasmeister Schally als Pächter der Hütte Reichenau I erwähnt, die bis etwa 1601 betrieben wurde.
In den Hütten des Freiwaldes waren Glasmacher der Familien Schally tätig. Diese standen vor allem zu den Glashütten in Gföhl, Harmanschlag, Hirschenwies, Groß-Pertholtz, Gratzen [Nové Hrady], Schlägl und Seewiesen (heute Javorná im Böhmerwald) in enger Beziehung.
Wo der Name Schally erstmals auftaucht lässt sich nicht genau eingrenzen. Sowohl im Gföhler Wald, in Nieder- und Oberöstereich als auch in Kärnten taucht der Name im 17. Jahrhundert auf. Auch in der Pfalz – Kirchheimbolanden und in der Schweiz findet man den Namen.

Die erste Dokumentation des Namens Schally in Kirchenbüchern in Niederösterreich findet sich in den Büchern von Hirschenwies und Harmanschlag in der Pfarrei St. Martin bei Weitra. Hier ist im Jahre 1656 die Geburt eines Joannes Schally, Sohn des Phillipus Schally, geboren etwa 1623, erwähnt.
Phillipus Schally wurde wahrscheinlich in Hirschenwies geboren. Er war dort Glasmeister in der Glashütte. Etwa um 1650 ist er von Hirschenwies nach Harmanschlag gezogen, wo seine weiteren Kinder geboren wurden.
Nach 1730 ist keine Spur mehr von den Schallys in Harmanschlag zu finden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die ganze Familie evtl. zusammen mit anderen Glasmacherfamilien (Adler, Strobl) auf das böhmisch-mährische Hochland, in den Gföhler Wald oder nach Südmähren (Buchovice) gezogen sind.

Die Abkömmlinge des Phillipus Schally sind in dem folgende Stammbaum dargestellt.

Nachkommen des Phillipus Schally

Ob es sich bei dem im Jahre 1660 geborenen Andreas um den Andreas Paulus Schally der später die Glashütte in Alland betrieb handelt, ist unklar. Aber auch Kinga Tarcsay spricht in seinem Bericht „Frühneuzeitliche Glasproduktion in der Herrschaft Reichenau am Freiwald, Niederösterreich, Horn / Wien 2009“ davon.
So wird etwa der 1660 als Sohn des Hüttenmeisters von Harmanschlag geborene und später in der Glashütte in Alland im Wienerwald (Niederösterreich) tätige Andreas Schally (sicherlich ein Nachfahre des Hüttenpächters Schally von Reichenau I) als „Kristall- und Rubin Glasmacher“ aus Böhmen (!) bezeichnet.

Obwohl ich ziemlich sicher bin, kein direkter Nachkomme des Ferdinand Karl Josef Schally zu sein, der am 10. Februar 1728 in Glashütte, einer winzigen Ortschaft westlich von Wien, geboren wurde, habe ich dieses Bild als möglicherweise ältestes Bild eines Schally hier mit aufgenommen. Ferdinand Karl Josef Schally war Priester im Kloster Heiligenkreuz und war der Sohn des bekannten Andreas Paulus Schally, der größere Teile des bekannten Wiener Walds sein Eigen nannte. Die Linie des Andreas Paulus Schally führt in viele Länder. Der wohl bekannteste derzeit lebende Schally ist der Nobelpreisträger Prof. Dr. Andrew Schally aus New Orleans gehört ebenfalls dazu.

Georg Schally ist möglicherweise der nach Buchovice in Mähren abgewanderte Stammvater der von Ondrej Saly beschriebenen slovakischen Schally Linie. https://www.academia.edu/48911762/Glasmacher_aus_der_Familie_Schally_in_%C3%96sterreich_und_der_Slowakei
Von Achatius ist der weitere Verbleib nicht bekannt.


Auch sein Sohn Matheus war Glasmacher in der Glashütte in Harmanschlag.
Möglicherweise ist es der Mattheus, der 1683 in der Glashütte Olomucany nördlich von Brünn auftaucht.

Die Abkömmlinge des Matheus Schally, Sohn des Phillipus sind in dem nebenstehenden Stammbaum dargestellt.
Matheus Schally hatte zwei Söhne, Johannes und Franziskus. Diese beiden könnten die Stammväter der böhmischen Schallys sein. Insbesondere die beiden Söhne des Franciskus Schally, Franz und Josef würden sehr gut als Vater und Onkel des Josef Schall passen.


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